Lena Kiepenheuer - Sopran
Tamriko Kordzaia - Tasteninstrumente / Gesang
Russudan Meipariani - Tasteninstrumente / Gesang / Komposition
Sophie Krayer - Szenografie
Leoš Janáček aus Zyklus „Kinderreime“ (1926)
John Cage Litany for the Whale (1980)
Russudan Meipariani Schweinestall (2007), Chants on uncertain Ground (2022) UA
Alexandre Kordzaia Rejected Pipelines (2020)
Maja S. K. Ratkje Love (III) (2014)
Luigi Nono Djamila Boupacha (1962)
Mauricio Kagel Ludwig van (1970)
Henry Purcell The stream Daughters
Johannes Ockeghem Ave Maria (Bearbeitung von Klaus Lang)
Zwischen den auskomponierten Stücken gibt es Klangsäulen. Sie werden durch das Konzert verteilt und dienen sozusagen als dramaturgische Knotenpunkte für den ganzen musikalischen Abend. Dafür wurden verschiedene Komponisten angefragt und es kommen klingende Objekte, wie zum Beispiel Spieluhren, klingende Zigarettenbehälter oder im Käfig gefangene, mechanische Vögel zum Einsatz.
Kiosk RuLeTa versteht sich als musikalischen Kiosk im Stile der postsowjetischen Budkas.
Divers und vielschichtig —ganz im Sinne des improvisiert konzipierten Budka Sortiments — angefangen bei Grundnahrungsmitteln, feinsten Früchten, Gemüse, chinesischen Fake Luxus Artikeln, Tabakwaren und Spirituosen bis zu seltenen Antiquitäten – ist das Programm des Ensembles.
Es umfasst Musik von Purcell, Terry Riley, Monteverdi, Janacek bis zur Jetztzeit - Kompositionen von Alexandre Kordzaia und Eigenkompositionen von Russudan Meipariani. Unsere Stückauswahl gleicht einem wilden Potpourri.
Es sind Stücke, die wir uns in einem Kiosk gerne aussuchen würden.
Sie sind verführerisch, kindlich, verträumt, lustig und schräg.
Dieser mobile Kiosk verkörpert die Sehnsucht nach dem Direkten, Einfachen und Verspielten. Ein Kiosk, wie eine Art Wandertheater, das plötzlich überall und jederzeit aufschlagen kann, um sein ganzes Sortiment an Stücken auszubreiten, teils neu arrangiert und teils neu komponiert.
Diese bestimmte Atmosphäre versuchen wir einerseits musikalisch, klangmalerisch, andererseits aber auch visuell mit einfachen Mitteln, mit kleinen Szenerien zu kreieren.
Jeder Spielort wird neu befragt, Vorhandenes integriert, Mitgebrachtes hinzugefügt und so zu einer jeweils eigenen Szenografie arrangiert. Jeder Ort wird zu einem Schauplatz oder gar kleinem Theater mit einer je eigenen Dramaturgie.
Sophie Krayer begleitet das Ensemble bei diesem Vorhaben als Szenografin mit einem flexiblen Raumkonzept, das aus Licht und beweglichen Objekten besteht.
Für die musikalische Recherche und den Mut Neues zu wagen wurde das Ensemble RuLeTa 2022 von Pro Helvetia mit einem “Work in Progress” Beitrag unterstützt.